Beond Airlines, die auf den Malediven ansässige Premium-Freizeitfluggesellschaft, hat angekündigt, Ende 2026 Flüge nach London Heathrow (LHR), Paris Charles de Gaulle (CDG) und Moskau Sheremetyevo (SVO) aufzunehmen. Die bereits buchbaren Strecken werden dreimal wöchentlich über den Dubai World Central Airport (DWC) durchgeführt.

Fragwürdige Expansionspläne

Diese Erweiterung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Beond eine Reihe ehrgeiziger und oft unerfüllter Wachstumsankündigungen gemacht hat. Im April 2025 versprach die Fluggesellschaft 18 neue Ziele bis 2026, hat seitdem aber nur eine saisonale Route hinzugefügt. Das Unternehmen hat auch Pläne für Tochtergesellschaften in den Vereinigten Staaten, Indien und anderswo angedeutet, diese wurden jedoch noch nicht umgesetzt.

Operative Herausforderungen

Die Strecken nach London, Paris und Moskau sind auf Beonds aktuelle Flotte von Flugzeugen der älteren Generation der Airbus A320-Familie (einschließlich der Modelle A319 und A321) angewiesen, denen die Reichweite für Nonstop-Flüge fehlt. Der Zwischenstopp in Dubai führt zu Ineffizienzen, da Beonds Modell darauf abzielt, mit den großen Golf-Fluggesellschaften, die die Malediven bedienen, zu konkurrieren. Zuvor hatte die Fluggesellschaft bereits mit dem Auftanken in Buchara, Usbekistan, experimentiert, was die Entfernung und die logistische Komplexität erhöhte.

Glaubwürdigkeitsbedenken

Beonds Geschichte ist geprägt von einer Diskrepanz zwischen erklärten Ambitionen und tatsächlichen Fortschritten. Die Ankündigungen der Fluggesellschaft lesen sich oft wie Spendenaufrufe und nicht wie konkrete Pläne. Beispielsweise scheiterte eine geplante US-Tochterpartnerschaft mit New Pacific Airlines, als New Pacific kurz nach Bekanntgabe des Deals liquidierte.

Das Fazit

Während Beond Airlines Linienflüge durchführt, bleibt ihre Expansionsstrategie unklar. Ob die Fluggesellschaft neue Flugzeuge zur Unterstützung dieser Strecken anschaffen wird, ist unbekannt, und die versprochenen 18 neuen Ziele bleiben in weiter Ferne. Die Ankündigung von drei Strecken nach London, Paris und Moskau ist ein Fortschritt, trägt jedoch wenig zur Lösung der umfassenderen Fragen zur Nachhaltigkeit der Fluggesellschaft bei.