Der teilweise Shutdown der US-Regierung, der nun bereits in die zweite Woche geht, wirkt sich durch Störungen bei vertrauenswürdigen Reiseprogrammen direkt auf internationale Reisende aus. Während TSA PreCheck wieder eingeführt wurde, bleibt das Global Entry-Programm pausiert, was dazu führt, dass Millionen Vielflieger mit längeren Wartezeiten beim US-Zoll und der Einwanderungsbehörde rechnen müssen.
Abschaltung führt zu Personalproblemen
Das Department of Homeland Security (DHS) hat beide Programme am Sonntag zunächst wegen unbezahltem Personalmangel ausgesetzt. Die Behörde verwies auf die Notwendigkeit, Beamte, die während der Schließung unbezahlt arbeiteten, neu einzusetzen. Nach Gegenreaktionen wurde die Entscheidung jedoch für PreCheck aufgehoben, das eine beschleunigte Sicherheitskontrolle am Flughafen für vorab genehmigte Reisende ermöglicht. Global Entry, ein Programm zur Straffung internationaler Ankünfte, bleibt ausgesetzt.
Dies ist wichtig, da nach Angaben der TSA über 40 Millionen Menschen an diesen vertrauenswürdigen Reiseprogrammen teilnehmen. Der U.S. Travel Association schätzt, dass 13 % der ankommenden internationalen Flugpassagiere Global Entry nutzen, was für einen erheblichen Teil der Reisenden zu erheblichen Verspätungen führt.
Inkonsistente Implementierung auf allen Flughäfen
Die Auswirkungen der Aussetzung variieren je nach Standort. Am San Francisco International Airport sind die Global Entry-Automaten offline, aber die Zoll- und Grenzschutzbehörde (Customs and Border Protection, CBP) erlaubt den Programmteilnehmern weiterhin die Nutzung von Priority Lanes. CBP verarbeitet weiterhin Vorstellungsgespräche für bedingt zugelassene Bewerber.
Allerdings haben Flughäfen im Großraum New York den Global Entry-Zugang vollständig gesperrt, was Reisende dazu zwingt, in den üblichen Warteschlangen bei der Einreisekontrolle zu warten. Die Hafenbehörde von New York und New Jersey empfiehlt die Verwendung von Mobile Passport Control, einer App, die US-Bürgern und berechtigten ausländischen Besuchern kürzere Wartezeiten bietet.
Einige internationale Flughäfen, die Global Entry-Reisende abfertigen, wie z. B. Toronto Pearson International, bleiben in Betrieb und bieten den Passagieren, die über diese Drehkreuze umsteigen, eine gewisse Kontinuität.
Was kommt als nächstes?
Die Situation bleibt ungewiss und hängt von der Lösung des umfassenderen Finanzierungsstreits in Washington ab. Die Aussetzung von Global Entry verdeutlicht die direkten Folgen staatlicher Schließungen für den täglichen Reiseverkehr und unterstreicht die Verwundbarkeit von Programmen, die auf Bundespersonal angewiesen sind. Bis eine Lösung gefunden ist, sollten sich Reisende, die bei Global Entry registriert sind, auf längere Wartezeiten und mögliche Störungen einstellen.
Der Shutdown zeigt, wie schnell wesentliche Dienstleistungen für den internationalen Reiseverkehr während eines politischen Stillstands beeinträchtigt werden können. Die Wiederaufnahme von PreCheck deutet darauf hin, dass das DHS möglicherweise bestimmten Programmen Vorrang vor anderen einräumt und die Mitglieder von Global Entry in der Schwebe bleiben.






















