Frische Pizza. Es ist überall. Ich sause mit einer gemieteten roten Vespa an Trastevere vorbei, kurz bevor die Hauptverkehrszeit das Kopfsteinpflaster verstopft. Menschen strömen mit Aperol Spritzes aus den Innenhöfen und schreien über die geschlossenen Fensterläden hinweg. Trastevere ist trendig, ja, aber auch laut.
Das war nicht immer so. Im Jahr 2018 fühlte sich die Navigation durch Rom an wie Schach gegen feindliche Figuren. Weiche der Serenade aus. Weichen Sie dem Verkehr aus. Halten Sie den Atem an angesichts des Dieselgebrülls.
Diesmal ist es anders. Die Musik bleibt. Der Lärm? Viel niedriger. Das ist der Sinn der Reise. Die Luftqualität verbessert sich und die Vespa hilft dabei, kurz vor ihrem 80. Geburtstag.
Die Grüne Zone beißt
Seit 2022. Rom hat die Fascia Verde geschaffen. Grüne Zone. Es schränkt Umweltverschmutzer in der gesamten Stadt ein, nicht nur im Zentrum. Elektrofahrzeuge kommen problemlos auf den Markt. Alte Benzinautos, alte Mopeds? Montag bis Samstag gesperrt.
2025 brachte mehr Regeln. „Ökologische Sonntage“ kehrten für den Winter zurück. Keine Verbrennungsmotoren für bestimmte Stunden. Einfach spazieren gehen. Märkte. Mit Nachbarn reden. Straßen ohne Motoren neu entdecken.
Der Juli 2026 ändert alles erneut. Das Netz zieht sich zusammen. Sogar Elektro- und Wasserstoffautos verlieren den freien Eintritt in die historischen ZTL-Zonen. Keine Freikarte mehr.
Sie benötigen jetzt eine Genehmigung. Kostet bis zu 1.000 EUR. Das sind 1.145 $. Die Bewohner kommen glimpflich davon. Befreite oder günstigere Tarife.
Aber hör dir das an. Elektrische Vespas. Mopeds. Motorräder. Sie bleiben frei. Keine Genehmigung erforderlich.
Nicht nur ein Spielzeug
Vespa wird Ende Juni 80. Foro Italico wird zu einem Dorf der Bühnen und des Essens. Piaggio feiert. Doch das Elettrica-Modell fühlt sich an die neuen Straßenregeln Roms gebunden.
Erinnern Sie sich an 2018? Als Piaggio es auf den Markt brachte?
Im Jahr 1946 brauchte Enrico Piaggio ein Fahrzeug für das Nachkriegsitalien. Erschwinglich. Praktisch. Corradino d’Ascanio, ein Luftfahrtingenieur, entwarf die Vespa 98.
Es war nicht nur Transport. Es war Freiheit. Stil. Sich auf eigene Faust fortbewegen. Piaggio besitzt immer noch den Namen. Macht immer noch die Roller.
Die Elettrica sieht aus wie die Großeltern. Gleiche Form. Gleiche Stimmung. Aber im Inneren sind es Kabel und Batterien. Vernetzte Technik.
Sie treiben den Wandel voran. Der neue Primavera und Sprint S verfügen über elektrische Optionen. Abnehmbare Batterien. Auch Gasversionen.
Warum romantisieren wir sie?
Meins begann mit The Lizzie McGuire Movie. Lizzie hüpft auf die Vespa eines süßen Kerls. Romantik. Rom. Jetzt? Ich habe den Roller einfach gemietet. Es ist kein süßer italienischer Junge erforderlich. Die Fantasie gilt, ohne den Freund.
„Es macht Sinn“, sagt meine Freundin Lorelei. Wir essen Cacio e Pepe im Tonnarello. Gute Pasta. Gebratene Kartoffeln. Seit der Pandemie fährt sie eine elektrische Vespa. „Es hält das Erbe am Leben“, sagt sie. „Aber es gibt einen Sinn dafür, wie sich die Menschen heute bewegen.“
Kunst, die Schmutz bekämpft
Am nächsten Morgen. Bezirk Ostiense. Früher industriell, jetzt laut und lebendig.
Es gibt ein Wandgemälde mit dem Titel Hunting Pollution. Von der Künstlerin Iena Cruz. Gemalt auf einem Wohnblock in der Nähe einer belebten Kreuzung. Es zeigt einen Reiher. Verschmutztes Wasser. Ölfässer.
Die Farbe selbst ist der Trick. Airlite. Titandioxid. Es reagiert mit Licht. Baut Schadstoffe ab. Verhindert das Anhaften von Schmutz.
Roms Verkehrsregeln helfen dabei. Weniger verschmutzte Motoren bedeuten weniger Ruß an den Wänden. Die Grüne Zone schützt die Kunst ebenso wie die Lunge.
Die alten Zeiten waren lauter
Ich gehe zum Mercato Testaccio. Halb Rom scheint dort einzukaufen. Veganes Essen hier. Friseur da. Käse in der Mitte.
Ich treffe Nonna Maria. Loreleis Großmutter. Sie verkaufte Obst auf dem alten Markt, bevor dieser schloss. Zurück in ihrem alten Zuhause trinkt sie frischen Saft und Espresso.
„Es waren Motoren“, fordert sie Lorelei auf, zu übersetzen. „Hörner. Geschrei. Von morgens bis abends.“
Im Jahr 1989 gab es in Rom tatsächlich Elektrobusse. Bis 1996 waren es 42. Sie blieben jedoch in der Nähe des Zentrums. Für Nonnas Generation? Ein sauberer Transport war keine Option.
„Ich wünschte, wir hätten Elektroroller-Sharing“, sagt sie. „Oder elektrische Vespas, wie ihr jungen Leute sie habt. Besser wegen des Lärms. Ich hätte einen glamouröseren Auftritt hingelegt.“
Ich gehe. Fahren Sie zum frühen Abendessen in Richtung Zentrum.
Sehen Sie die Ladestationen? Die Recyclingbehälter? Die offenen Elektroautos? Sie sind jetzt überall.
Ich komme an der Piazza del Popolo an. Via del Babuino trifft auf Via di Ripetta. Der Trident. Der Mittelpunkt von allem. Spanische Treppe in der Nähe. Einkaufen. Massen.
Noch? Fast still.
Ich höre Gläser klirren. Kirchenglocken läuten. Die Leute reden. Ich höre den Wind in meinem eigenen Gesicht.
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Die Vespa half Italien, nach dem Krieg voranzukommen.
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Es hilft Rom, sich zu bewegen, ohne zu ersticken. Ohne Lärm.
Vielleicht ist das die wirkliche Notwendigkeit. Vorwärts, aber leiser.